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Die aktuellste Reise findest du unter „Norwegen“ - viel Spass!

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SIZILIEN

SIZILIEN

20. bis 25. August 2022 – Zauberhaftes Sizilien Ein letztes Mal alles zusammen packen, Kleidung möglichst klein rollen, Souvenirs und Andenken in den winzigen Lücken verstauen und den Reissverschluss der Reisetasche mühevoll schliessen. War die Tasche nicht noch deutlich leichter und weniger vollbepackt bei meiner Abreise vor über 4 Wochen? Ganz bestimmt! Die letzten fünf Tage meiner Europareise verbrachte ich auf Sizilien. Ich bin bekanntlich ein grosser Italien-Fan und umso grösser war meine Freude, nach über drei Jahren endlich wieder in diesem wunderbaren Land zu sein. Bereits beim mehrstündigen Zwischenstopp in Napoli schlürfte ich genüsslich meinen Lieblingseistee (sogar besser als der Kult-Eistee!), damit verbinde ich schöne Erinnerungen an Ferien in der Toskana. Nach einigen Telefonaten mit meiner Familie und stundenlangem Lesen eines Krimis, wessen Handlung sich natürlich in Italien abspielt, flog ich nach Palermo. Am Flughafen wurde ich von meiner guten Freundin Stefania und ihrem Lebenspartner Luigi im Fiat 500 abgeholt. Auf dieser Seite der Insel ragen hohe Berge in den Himmel, wogegen es Richtung südwesten immer flacher wird. Als Unterkunft hatte ich mir ein Airbnb im kleinen Städtchen Castelvetrano gebucht. Da Castelvetrano etwas im Landesinneren liegt, waren wir grundsätzlich auf ein Auto angewiesen. Luigi arbeitet aktuell halbtags, Mitte Nachmittag holten er und Steffi mich jeweils ab und wir unternahmen etwas. So besuchten wir Marsala (Stadt mit wunderschönen alten Gebäuden), Erice (auf Hügel gelegen mit Pflastersteingässchen und wunderbarer Aussicht), Triscina (Badeort und abends viel los) und Selinunte (archäologische Stätte mit tollen Tempeln). Was mir am allermeisten gefallen hat? Das ist kein Ort, sondern die Tatsache, dass es auf dieser Seite von Sizilien praktisch keine Touristen gibt. Und wenn, dann sind es Italiener, was ich persönlich nicht als Touris empfinde, da ich sie ja nicht verstehe ;) Meine Italienischbrocken sind wirklich etwas eingerostet, den starken sizilianischen Dialekt verstand ich schon gar nicht… Danke an dieser Stelle nochmals meiner wunderbaren Dolmetscherin, ohne dich wäre ich verloren gewesen! Wobei ganz verloren vielleicht nicht, immerhin schaffte ich es alleine den Bus von Castelvetrano nach Triscina und zurück zu nehmen, um dort einen Vormittag am Meer zu verbringen. Und das ist imfall gar nicht sooo einfach, da hier kein Mensch Deutsch oder Englisch spricht. Der Versuch des Chauffeurs, mit mir eine Unterhaltung auf Italienisch zu führen, ist kläglich gescheitert ;) Und nun noch mein Eindruck von Sizilien: Die Insel ist mehr als halb so gross wie die Schweiz, was ich ehrlich gesagt nicht wusste – hatte es mir deutlich kleiner vorgestellt. Die Sizilianer scheinen noch etwas temperamentvoller zu sein als ihre Landsmänner und -frauen, sie werden schnell laut und benutzen ihre Hände für jedes Wort. Also wie ich, nur etwas übertriebener ;) Tempolimits und rote Ampeln werden hier gekonnt ignoriert, die Hupe ist das wichtigste Instrument beim Fahren. Irgendwie mag ich das, mein Puls erhöht sich jeweils leicht und ich spüre das Adrenalin in meinem Körper. Während zwei Besuchen bei der Familie von Luigi durfte ich miterleben, wie lebhaft Gespräche geführt werden und wie wichtig das gemeinsame Essen ist. Luigis Mama hat uns allerlei Leckeres hingestellt: eingelegte getrocknete Tomaten, Melone mit Rohschinken, Auberginen mit Creme Fraiche, Zucchetti mit Käse überbacken und Ratatouille. Nur als Antipasti versteht sich. Zum Hauptgang gab es marinierten Schwertfisch, Pasta mit traditioneller Mandel-Tomaten-Pesto und grilliertes Rindfleisch. Gebäck mit Ricotta oder Nutella gefüllt (eine Art Ziegerkrapfen) rundete das Mahl ab. Alles superlecker! In Erice probierte ich die traditionellen Genovese, ein Gebäck aus Mürbeteig mit süsser Mandel-Creme-Füllung. Von den Arancini, die mit Schinken, Mozzarella oder Bolognese gefüllt und danach fritiert sind, konnte ich nie genug kriegen. Kann mir die bitte mal jemand Zuhause zubereiten? :) Bei Luigis nächsten Besuch im November werde ich übrigens für die beiden kochen, ich fange besser schon mal an zu üben, um einigermassen mithalten zu können ;) Die Kaffeekultur in Italien finde ich seit jeher toll. Man geht in eine sogenannte Bar, bestellt sich un caffè, trinkt ihn am Tresen, bezahlt bar und verlässt das Lokal kurze Zeit später wieder. Das natürlich mit lautstarken Gesprächen und viel Gestik. In solchen Momenten denke ich, wie wunderbar einfach das Leben doch sein kann. Das gilt übrigens auch für das Abmachen mit Freunden hier. Man trifft sich gegen Abend jeweils am Strand, immer an der gleichen Stelle neben dem Lido und ohne An- oder Abmeldung. Wie wunderbar einfach, warum machen wir das nicht so? Ah stimmt, wir haben ja kein Meer. Und sind viel zu verplant. Äbe he. Das Leben auf Sizilien scheint entspannt, aber anspruchsvoll zu sein. Steffi erzählt mir von den schwierigen Bedingungen, hier auf ehrliche Weise genügend Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Mafia ist in dieser Region entgegen der allgemeinen Annahme weniger ein Thema, jedenfalls nicht öffentlich. Getrickts wird aber definitiv, das konnte ich einige Male miterleben. Auch die Wetterbedingungen sind nicht immer ideal, im Sommer wird es gerne um die 40 Grad und ist sehr trocken. Olivenbäume gedeihen dafür prächtig und man sieht sie wohin das Auge reicht. Auch Reben gibt es viele, abgesehen davon wird jedoch nicht (mehr) viel Landwirtschaft betrieben. Viele Junge zieht es in die Metropolen wie Milano oder Roma (oder ins Ausland), um dort Geld zu verdienen und einen grossen Teil davon der Familie zu senden. Also ähnlich wie im Balkan und anderen Ländern, ohne Unterstützung durch Familienmitglieder würden viele nicht durchkommen. Nun sitze ich im Flugzeug auf der Startbahn von Palermo. Der Flug verspätet sich, da die Lotsen in Italien (und anscheinend in halb Europa) streiken. Während ich diesen vorerst letzten Blog tippe, ist sie wieder da: Die Welle der Dankbarkeit, welche mich immer und immer wieder erfasst. Dieses Mal ist sie sanft und es fühlt sich an, als ob ich mich im Meer treiben lasse. Das liegt wohl daran, dass ich rundum zufrieden mit meinem Leben und – noch wichtiger – mit mir selbst bin. Ein unbezahlbares Gefühl, welches Reisen immer wieder in mir auslöst. Zum Glück spüre ich das nicht nur beim Reisen, sondern auch im Alltag, sonst müsste ich ja ständig unterwegs sein ;) Spass beiseite, nun fühle ich mich bereit nach Hause zu kommen, wo weitere Abenteuer auf mich warten. Zuerst einmal auspacken, einige Termine, eine Arbeit schreiben (das hatte ich ja erfolgreich verdrängt!) und dann bleibt sicherlich auch noch genügend Zeit für Familie und Freunde. Und mein Bett, das vermisse ich immer und kann es kaum erwarten mich darin einzukuscheln. In einer Woche starte ich meinen neuen Job in der Personalentwicklung, worauf ich mich sehr freue. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht bereits Gedanken über nächste Reiseziele gemacht hätte… Aber eins nach dem andern, gell. Alora, nun ist endgültig finito. Nur noch soviel: Lasst uns immer wieder neue Wege gehen und dabei das Leben geniessen – la vita è bella!

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OSTEUROPA & BALKAN

OSTEUROPA & BALKAN

19./20. August 2022 – Erholsames Split & Fazit Wenn ich ehrlich bin, habe ich in Split gefühlt mehr geschlafen als was anderes… Das lag wohl auch daran, dass wir am morgen früh die Fähre genommen haben und es leicht regnete, als wir Split erreichten. Trotz Regen war es 32 Grad und dieses tüppige Wetter macht mich generell schläfrig. Nach einer zweistündigen Stadtführung, bei der ich doch noch allerlei Neues gelernt habe, gönnten sich Lucy und ich ein Essen in einem fancy Restaurant. Danach nahmen wir den Weg zum Aussichtspunkt auf dem Hügel unter die Beine – phuu, pflotschnass waren wir und das nicht wegen des Regens… Von dort oben hat man einen guten Ausblick über den Diokletianpalast, den Hafen und die belebte Promenade. Danach schlenderten wir entlang des Ufers zurück und besuchten den Markt, dessen Atmosphäre mir bereits letzten Sommer gefiel. Zurück im Hotel, welches sich etwas ausserhalb befand, war erst mal Duschen angesagt. Kaum hatte ich mich auf das Bett gelegt, schlief ich auch schon ein und wachte über zwei Stunden später völlig verdattert wieder auf. So einen langen Mittagsschlaf hab ich ja schon ewigs nicht mehr gemacht, war wohl nötig ;) Lucy ging es genau gleich, sie erwachte mit den Worten „welcher Tag ist heute!?“ :) Den Abend verbrachten wir nochmals in der Gruppe, Abschiede sollen schliesslich gefeiert werden. Unser Guide Filip hat uns als Erinnerung eine kleine Collage erstellt und mitgebracht. Bei einem traditionellen Pašticada (dalmatinischer Rinderbraten mit Gnocchi) liesen wir die vergangenen zwei Wochen Revue passieren, wie viel wir doch gemacht haben! Der Hauptgang reichte nicht aus, um alles Erlebte zu besprechen, also mussten wir uns wohl oder übel noch einen Bananensplit bestellen. Ich meine, einen BananenSPLIT… Ihr versteht? ;) Mir kommt es völlig unwirklich vor, dass ich vor einem Monat noch Zuhause war und kurz darauf meine Tour in Berlin gestartet habe. Einerseits fühlt es sich wie eine Ewigkeit an und andererseits wie gestern, schwierig zu beschreiben. Falls ihr auch schon Mal so unterwegs wart, wisst ihr vermutlich, wovon ich spreche. Um meine Reise abzuschliessen, möchte ich wie immer eine kleine Zusammenfassung erstellen und ein Fazit ziehen: Während 28 Tagen bin ich durch 9 Länder und 15 Städte gereist. Ganz ehrlich, ich musste sie zählen, habe irgendwann den Überblick verloren ;) Mit blutten Zahlen lässt sich diese Reise jedoch schlecht beschreiben, waren es doch vielmehr die eindrücklichen Landschaften, die magischen Momente, die tragischen Geschichten, die spannenden Menschen und das viele Hintergrundwissen, welche diese Tour unvergesslich gemacht haben. Ich hab so viel gesehen, so viel erlebt und so viel gespürt. Tatsächlich war es für mich eine emotionale Reise, hab ich doch dreimal geweit (1x wegen der Verzweiflung einer schlaflosen Nacht in Berlin, 1x wegen den herzzerreissenden Geschichten in Mostar und 1x heute Morgen in Split beim Verabschieden von Lucy und Debbie). Diese Emotionen werte ich positiv, da mich das Geschehene berührt hat. Genau das erfüllt mich, dann darf auch mal ein Tränchen fliessen. Abgesehen davon hab ich unglaublich viel gelacht und hatte oftmals regelrecht Bauchschmerzen vom Giggelen, weil ich mich kaum mehr beruhigen konnte. Die Unbeschwertheit, welche mir diese Reise (zurück-)gegeben hat, finde ich grossartig. Wie oft sind wir im Alltag „nur“ am Funktionieren und bringen kaum alle unsere Termine unter einen Hut? Viel zu häufig, wenn ihr mich fragt. Diese Muster und Strukturen zu durchbrechen ist äusserst schwierig, haben wir doch alle unsere Verpflichtungen. Ich konnte auf den endlosen Stunden auf den Strassen und Schienen viel nachdenken und habe mir ein neues persönliches Ziel gesetzt: Im Alltag hin und wieder eine kleine Rebellin zu sein, um diese Unbeschwertheit auch Daheim wieder mehr zu (er-)leben und mir bewusste Auszeiten zu nehmen. Wird nicht einfach, aber ich glaube fest daran, dass die letzten vier Wochen ein guter Schritt waren. Und die kommenden Tage auf Sizilien helfen ganz bestimmt auch ;) A presto miei amici!

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NIEDERLANDE

NIEDERLANDE

7. bis 12. Mai 2023 Wie irre fahren sie Fahrrad und sie haben definitiv einen grünen Daumen – die Holländer. Auf den grünen Daumen komme ich später nochmals zurück… Superfreundlich scheinen sie ebenfalls zu sein, jedenfall diejenigen, die ich auf meinen Reisen und hier kennenlernen durfte. Immer ein Lächeln und einen flotten Spruch auf den Lippen, auf den Mund gefallen sind sie wahrlich auch nicht. Auch dank diesen Dingen habe ich mich innert wenigen Minuten wohl gefühlt, als mich Malou und ihr Partner Bas am Sonntag vom Flughafen abholten. Malou habe ich vor rund dreieinhalb Jahren auf meiner Neuseeland-Reise kennengelernt und sofort ins Herz geschlossen. Seit damals ist wohl keine Woche vergangen, in der wir uns nicht minutenlange Sprachnachrichten auf Englisch hin- und hergeschickt haben oder telefonierten. Sie besuchte mich 2020 in der Schweiz und nun, fast drei Jahre später, habe ich es endlich in die Niederlande geschafft. Diese kleine Auszeit kam mir sehr gelegen, hatte ich in den letzten Monaten doch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Umso mehr freute ich mich auf das Wiedersehen mit einer guten Freundin und auf das Entdecken eines neuen Landes. Nun ja, das Wetter ist nicht schön zu reden. Wie auch Zuhause war es äusserst wechselhaft, sprich Sonne und Regen lieferten sich ein Wettrennen. Nachdem es in Amsterdam praktisch den ganzen Tag wie aus Kübeln geschüttet hat, sitze ich nun in Utrecht an einem kleinen See, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und schaue dabei den Baby Enten zu, wie sie die Welt entdecken. Möchtet ihr wissen, was ich die letzten Tage erlebt habe? Ok, dann mal los :) Auf dem Weg vom Flughafen nach Haarlem, einem Vorort von Amsterdam, machten wir einen kurzen Halt, um den Flugzeugen beim Landen zuzuschauen. Und was soll ich sagen, innert zwei Minuten flog doch tatsächlich eines der grössten Passagierflugzeuge der Welt wenige Meter über unsere Köpfen hinweg. Was für ein Gefühl – und Lärm! Wir waren alle drei aus dem Häuschen. Nachdem ich am Sonntagnachmittag mein Zimmer in Malous und Bas neu renovierter Wohnung bezogen hatte, fuhren wir ans nahegelegene Meer. Die Wasseroberfläche war rau und am Himmel tanzten die Wolken, genau wie ich es liebe für einen solchen Strandspaziergang. Anschliessend asen wir Pancakes und schauten Formel 1. Dabei stellte ich fest, dass ich erstaunlich viel verstehen konnte, da Holländisch eine Mischung aus Englisch, (Schweizer) Deutsch und Französisch zu sein scheint. Bas staunte nicht schlecht, als ich ihm ab und zu antwortete, obwohl er die Frage auf Holländisch und eigentlich an Malou gestellt hatte. Mir gefällt der Klang der Sprache sehr gut und das „Singsang“, welches dabei entsteht. Wer weiss, vielleicht lerne ich sie mal noch? Am Montag besuchten wir DIE Touristenattraktion schlechthin: Keukenhof. Auf diesem Gelände sieht man nebst tausenden Touristen auch Millionen von Blumen. Und ich übertreibe nicht, es sind Millionen! Von Tulpen in allen möglichen Farben und Mustern zu Hortensien, Lilien und Orchideen. Was für eine Pracht! Obwohl ich mich für Blumen nicht ganz so begeistern lasse wie einige meiner Familienmitglieder, lies der Anblick mein Herz dennoch ein bisschen höher schlagen. Dies lag vor allem auch daran, dass ich positiv überrascht war, wie viele Blumen noch in voller Blüte standen und wie gut sich das Wetter hielt. So genossen wir die Zeit im Keukenhof sehr und ich tauchte in die lang ersehnte Ferienstimmung ein. Wie auch auf dem Hinweg entdeckte ich während der Radtour wunderschöne Orte und viele Tiere. Malou musste lachen, weil ich teilweise derart begeistert war und kurz absteigen wollte, um mir alles genau anzuschauen. Da waren doch tatsächlich unzählige Kiebitze am ihre lustigen Runden fliegen und Gänse zeigten ihren Küken die Umgebung. Natürlich konnten mich nicht nur die Tiere begeistern, sondern auch die Landschaft. Windmühlen sowie unzählige Dämme und Deiche zieren das Land. Natur pur gibt es nicht nur dort, sondern auch in den Städten, wie ich später sehen sollte. Abends probierte ich einige der traditionellen Speisen aus: Bitterballen, Kroketten und Frites. Zum Dessert gab es Brot mit Butter und Schokostreuseln – ebenfalls eine Spezialität hier. Der Dienstag war – wie bereits angetönt – eine äusserst nasse Angelegenheit. Gut, dass uns beiden glücklicherweise nie der Gesprächsstoff ausgeht und wir zudem wasserdicht sind ;) So liefen wir durch die Gassen von Amsterdam und besuchten immer wieder interessante Orte wie das Moco Museum (eindrückliche Bilder von Bansky und The Kid!), die in eine Brauerei und Bar umgewandelte Kirche sowie einen der unzähligen Sex-Shops. Während der Bootstour waren wir zum Glück vom Regen geschützt und ich war beeindruckt, wie viele Kanäle es in Amsterdam gibt – Venedig scheint nichts dagegen zu sein. Als sich der Himmel gegen Abend mit einem Regenbogen versöhnlich zeigte, setzten wir uns für ein Glas Rosé hin und lernten ein Päärchen aus Guernsey (wer nicht weiss, wo das ist - ihr gehört zur Mehrheit der Menschheit ;)) kennen. Was für ein toller Tag, trotz nassen Füssen. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Amsterdam. Mittwochs fuhren wir mit den Fahrrädern (meines hatte übrigens Rücktritt und erinnerte mich an mein erstes Kindervelo…) ins Zentrum von Haarlem. Wir sahen uns die Windmühle und danach das alte Koepelgevangenis (Gefängnis) an, welches heute viel Platz für Büros, ein Cafe und sogar ein Kino bietet. Die Atmosphäre ist einmalig, was auch an der erhaltenen Infrastruktur aus Gefängnis-Zeiten liegt. Im Herzen von Haarlem befindet sich ein grosser Platz mit vielen denkwürdigen Gebäuden. Und ihr solltet mal den Velounterstand sehen, da gibt es tatsächlich noch mehr Velos als Blumen im Keukenhof ;) Abends leistete uns Bas Gesellschaft und wir fuhren gesättigt und glücklich nach Hause. Am Donnerstagmorgen chauffierte Malou mich an den Bahnhof, von wo aus ich mit dem Zug nach Utrecht reiste. Sie buchte mir ein Zimmer in einem der Hotels, in dessen Hauptsitz sie arbeitet. Das spontane Upgrade vor Ort lehnte ich natürlich nicht ab und so hatte ich gefühlt eine Suite für mich alleine mit Blick auf die Stadt. Da es noch früh morgens war, schlenderte ich einfach mal drauf los und erkundigte Utrecht. Was soll ich euch sagen, ich war von der ersten Minute an begeistert! Ich hatte bewusst nicht vorgängig recherchiert, da ich es mag, mir selbst ein Bild zu machen. Egal wo man hinschaut, überall finden sich liebevoll arrangierte Grünflächen sowie schön dekorierte Cafes und Restaurant. Besonders die Gegend um die Grachten (Kanäle) versprüht einen unwiderstehlichen Charme. Und Utrecht ist definitiv eine Studentenstadt, ich sehe hier praktisch nur junge Menschen. Auf ihren Fahrrädern versteht sich. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele auf einmal gesehen. Was in Asien die Roller sind, sind in den Niederlanden die Fahrräder. Da ich gestern noch die gekauften Mitbringsel aus Amsterdam probieren wollte, machte ich es mir am Nachmittag im Hotelzimmer gemütlich. Laut Rat von Freunden sollte ich mir genügend Flüssigkeit und Snacks besorgen, was ich natürlich befolgte. „Leider“ blieb die erhoffte Wirkung aus, irgendwie hätte ich das gerne mal erlebt... Das hätte sicher ein Gschichtli von Laura gegeben! Nun ja, vielleicht besser so und entspannt sowie gut drauf war ich allemal. Wer die Anspielung jetzt noch nicht versteht, bitte melden ;) Während einem ausgiebigen Spaziergang heute Vormittag entdeckte ich viele tolle Pärke, Gebäude und Tiere. Ich liebe es mich einfach treiben zu lassen, so ganz ohne Ziel. Das ist für mich ein Gefühl der Freiheit, wie ich es Zuhause zwar auch habe, aber an einem völlig neuen Ort noch deutlicher empfinde. Und so sitze ich jetzt hier an diesem See, spüre immer noch die Sonne auf meiner Haut, höre die plappernden Holländer neben mir und tippe diesen Blog. Und lebe ganz im Moment, genau so, wie ich es möchte. Und lasse euch daran teilhaben, in der Hoffnung, dass ihr es auch spürt.

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MERAN

MERAN

Juli 2019 Benvenuti a Merano! Oder eher: Griasdi! Obwohl Meran im Südtirol und damit in Italien liegt, wird hier deutlich mehr Deutsch als Italienisch gesprochen. Meran liegt umgeben von Alpen - ganz in derNähe der Dolomiten - und ist vor allem für seine Therme und die eindrucksvollen Gebäude bekannt. Der schöne Sissi-Weg entlang des Flusses lädt zum Spazieren und Verweilen ein. DiebotanischenGärtenvon Schloss Trauttmansdorff haben wir noch nicht besucht, darauf freue ich mich jedoch sehr. Meran ist äusserst vielseitig und genau das fasziniert mich an dieser Stadt. Wunderschön gelegen und von Luzern aus in rund 4.5 Stunden reiner Fahrzeit erreichbar (Tipp: Zwischenhalt am malerischen Walensee einlegen!) bietet der Kurort viele Möglichkeiten: Flanieren, Aperölen, Einkaufen, Verweilen, Wandern, Biken, kulinarisch verwöhnen lassen und natürlich auch Ausspannen. Ausspannen lässt es sich besonders gut in den Thermen, welche sehr zentral gelegen sind. Die Anlage ist beeindruckend ausgestattet und hat 25 kleinere und grössere Becken. Da wir im Hotel Meran - einem für unsere Verhältnisse absoluten Luxushotel - untergebracht sind, haben wir unterirdischen Zugang zu den Thermen. Unser Hotel bietet aber ebenso eine traumhafte Wellnessoase mit diversen Pools (der Infinity Pool auf der Dachterasse mit toller Aussicht über Meran ist mein persönliches Highlight!), Saunaanlagen, Dampfbädern und tolle Liegemöglichkeiten. Hier lässt es sich wunderbar entspannen und die Seele baumeln. Genau das, was ich jetzt brauchen kann! Da wir beide das süsse Nichtstun zwar gniessen, aber grundsätzlich aktive Menschen sind, haben wir auch den Fitnessbereich ausprobiert und auch dieser überzeugt. Die schmackhaften Früchte zwischendurch und der wirklich gute Kaffee haben den Entspannungstag perfekt abgerundet. Halt, da war doch noch was... Ah ja, das unglaublich leckere Essen! Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen und verwöhnt Körper und Geist. Das mitgebuchte Abendessen lässt sich ebenfalls sehen! Aus einer grossen Auswahl darf der Gast sich sein Menü selbst zusammenstellen, bei uns sah das in etwa so aus: Rinds Tatar nach Art des Küchenchefs zur Vorspeise, Wolfsbarschfilet vom Rost auf Sauté von Zucchini und Shiitake-Pilzen sowie Filetsteak mit Rotwein-Glace und Sommertrüffel begleitet von einem Kartoffel-Soufflé zum Hauptgang und zum Dessert allerlei süsse Köstlichkeiten vom Buffet. Es klingt nicht nur fantastisch, es ist ein echter Gaumenschmaus! Ein Glas Merlot dazu - perfekt! Mein Herz macht wahre Freudensprünge bei all diesen Leckerbissen ;) Natürlich sind bei uns nicht nur Wellnessen und Mampfen angesagt, sondern auch sportliche Aktivitäten. Da das Wetter morgen wieder besser werden soll, werden wir uns etwas in die Höhe begeben und die hoffentlich grandiose Aussicht geniessen. Ich freu mich und bin überzeugt, dass wir auch morgen einen tollen Tag in und um Meran erleben werden. A presto oder eben auf südtirolerisch: Pfiati!

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AZOREN

AZOREN

30./31. Juli 2018 Nun ja, leider sind unsere Ferien schon wieder zu Ende... Zuhause heisst es nun Wäsche waschen, Koffer verräumen, Bilder sortieren und zwischendurch meinem Herzallerliebsten auf die Nerven gehen ;) Damit das «Ferien-Feeling» noch etwas bleibt, gehe ich es ganz ruhig an und geniesse zwischendurch eine feine Tasse Kaffee. Wir hatten noch zwei schöne Tage, von denen ich euch gerne erzähle: Am Montag konnten wir unsere geplante Vulkanwanderung machen. In knapp drei Stunden sind wir entlang des Grates gelaufen und hatten eine wunderbare Sicht in das Innere. Der Vulkan befindet sich in der Mitte von Faial und da die Insel nicht besonders gross ist, sahen wir auch in alle Küsten. Während der Wanderung zeigte sich erneut, wie schnell das Wetter auf den Azoren umschalten kann. Von Sonne pur bis Nebel und Wind war wieder alles dabei, glücklicherweise mal kein Regen. Anschliessend bummelten wir noch etwas durch den Hauptort Horta und auch mein Tageswunsch ging noch in Erfüllung - ein erfrischendes Bad im Meer und etwas Sünnele :) Nach einem grandiosen Nachtessen in einem Grillrestaurant war Packen angesagt. Am Dienstagmorgen machten wir uns bereits früh auf zum Flughafen. Auch das dritte Mietauto konnten wir ohne Schaden zurückgeben. Während des ersten Fluges war es leider noch stark bewölkt, also sah man praktisch nur Wolken. In Lissabon hatten wir einen längeren Zwischenhalt, den ich unbedingt ausnutzen wollte. Mit dem Bus fuhren meine Mutter und ich in die Altstadt. Es war unglaublich heiss und die Zeit knapp, also machten wir ein superschnelles Sightseeing und schon ging's zurück zum Flughafen. Der kurze Blick auf Lissabon hat mir gefallen, ich möchte gerne nochmals etwas länger hin. Beim zweiten Flug durfte mein Schwesterherz ans Fenster und die Aussicht geniessen. Müde, aber glücklich sind wir schliesslich gegen 23.00 Uhr in Zürich gelandet und wurden von meinem Schatz abgeholt. Die Azoren-Reise mit meiner Familie wird mir in bester Erinnerung bleiben. Die etwas befürchteten Reibereien (stellt euch mal drei Frauen während zwei Wochen auf engstem Raum und dazu noch einen eigenwilligen Papa vor ;)) blieben aus. Im Gegenteil, wir haben viele schöne Momente zusammen erlebt und haben oft lauthals gelacht. Für diese 13 Tage bin ich sehr dankbar und hoffe, dass auch ihr Freude am Blog hattet. Macht's gut und bis bald!

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