Geschichten

Erkenntnisse und so

Eine Expertin bin ich definitiv nicht, schon gar nicht was das Leben anbelangt. Nichtsdestotrotz befasse ich mich gerne mit leicht philosophischen Themen und besonders mit persönlicher Entwicklung. Was meine Erfahrungen und Erkenntnisse - null wissenschaftlich fundiert versteht sich - sind, könnt ihr in den nachfolgenden Beiträgen lesen. Und falls mir eine:r einen guten (Überlebens-)Tipp hat, immer gerne!

Erkenntnisse und so
WOHLTUENDE SAFTKUR ODER DOCH EHER HORRER-WOCHE?

WOHLTUENDE SAFTKUR ODER DOCH EHER HORRER-WOCHE?

„Echt jetzt?“ und „Warum tust du dir das an?“, diese beiden Fragen höre ich öfters, wenn ich meinem Umfeld von meinem neusten Unterfangen erzähle. Eine Freundin fragte „willst du damit abnehmen?“. Und nein, mit der Biotta-Saftkur will ich nicht abnehmen, sondern entschlacken. Sprich meinen Körper von sogenannten Schlacken befreien oder anders ausgedrückt: mich reinigen (lassen). Klingt unappetitlich? Nöö, aber hart ist es auf alle Fälle. Aber ich mache das, um mir etwas Gutes zu tun. Und weil mich eine Freundin gefragt hat, ob wir dem Projekt „Saftkur“ gemeinsam widmen wollen (Tipp: Das hilft echt!). Besonders in Zeiten wie diesen ist es wichtig seinen Körper und Geist fit zu halten. Und ganz ehrlich, ich verpasse aktuell keine superleckeren Abendessen im Restaurant, keine Apéros mit Freunden und schon gar keine wilden Partys, nach denen manche/r auch eine Kur nötig hätte ;) Ich fühle mich körperlich zwar jetzt bereits fit – Corona-Jogging sei dank! – aber habe auch das Bedürfnis, wieder mal an meine Grenzen zu gehen und Essen (danach) bewusster zu geniessen. Gerne lasse ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben, wie immer ist Lesen auf eigene Gefahr. Aber hey, ihr dürft währenddessen ja was Leckeres essen und das ist im Vergleich zu mir ja echt lässig. Ich höre meinen Magen bereits jetzt knurren… Planung Eine Saftkur will geplant sein. Ich glaube, dass vor allem das Timing für den Erfolg entscheidend ist. Wie schon geschrieben eignet sich die aktuell sehr ruhige Zeit sicher besonders gut, für Ablenkung will aber auch gesorgt sein. Ich hab mich entschieden, dass ich das Projekt während den Schulferien durchführe. Dann bin ich am Arbeiten und habe somit eine Tagesstruktur und einiges los. Wäre ich die ganze Zeit zu Hause, dann könnte ich es wohl gleich sein lassen. Die Abende werden eine genug grosse Herausforderung, glaubt mir! Chips und Co hab ich vorsorglich neumet versteckt, wenn ich Glück habe, erinnere ich mich vor lauter Hunger nicht mehr an den Ort ;) Wichtig finde ich es auch, dass man seinem Umfeld davon erzählt, das könnte ich kritischen Momenten hilfreich sein. Ich bin ja echt gespannt, ob ich miesepetrig werde und ob sich die vorausgesagten Kopfschmerzen in Grenzen lassen halten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt, nehmt euch trotzdem in Acht da draussen und nein, ein Snickers rüberschieben ist nicht ;) Vorbereitungstag Dieser Tag dient dazu, den Körper und Geist auf die bevorstehenden Tage vorzubereiten. Dass ich während fünf Tagen nichts ausser Saft, Wasser, Tee und Leinsamen zu mir nehme, betrachte ich erstaunlicherweise ziemlich gelassen. Aber fragt mich in drei Tagen nochmal! Ich muss aber auch zugeben, dass ich in den Tagen vorher nochmals ziemlich den „Gönn dir“ drin hatte :) Zwar hab ich nicht übermässig, aber sicher sehr bewusst gegessen und getrunken. Das war mir symbolisch gesehen wichtig und so hab ich heute Morgen nach einem leckeren und gut verdaulichen Frühstück langsam angefangen umzustellen. Biotta gibt auch einige geeignete Rezepte an, ich versuche meinen eigenen Weg und so gab es zum Znacht nun die letzte feste Nahrung. Die Zoodles (quasi Nudeln aus Karotten und Zucchetti) an etwas Tomatensauce waren noch leckerer als sonst und ich habe jeden Bissen genossen. Der Spass soll aber nicht von langer Dauer sein, denn um das Entschlacken von Beginn an richtig anzukurbeln, wird eine Darmentleerung durch Glaubersalz empfohlen. Jep, das klingt nicht nur eklig, es ist es auch. Und damit meine ich nicht den Vorgang, sondern den Geschmack dieses unscheinbaren Salzes. Igit igit! Aber funktionieren tut’s wahrhaft wunderbar (nicht so extrem, wie ihr euch das jetzt vielleicht vorstellt… Aber die Verdauung wird auf jeden Fall angekurbelt.) und so freue ich mich nun auf eine hoffentlich gute Nachtruhe, damit ich morgen ausgeruht und möglichst entspannt komplett auf die Saftkur umstellen kann.

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EINFACH MAL STEHEN BLEIBEN

Kennt ihr ihn auch, den Drang nach Veränderung? Wie ein vermeintlich bester Freund begleitet er mich schon mein Leben lang, machmal mehr, manchmal weniger. Meistens taucht er auf, wenn ich in einer unsicheren Situation stecke. Und nichts daran ändern kann. Dann kann ich dafür ja mich verändern, logisch oder? Mit verändern meine ich übrigens nicht anpassen, denn anpassen finde ich generell schwierig und oftmals nicht zielführend. Verändern bedeutet in meinen Augen etwas Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln, sich weiterzuentwickeln. Und aktiv eine Veränderung zu initiieren. Dies ist bei mir meistens mit etwas wahnwitzigen Ideen gekoppelt, welche sich eher im Äusseren als im Inneren abspielen. So habe ich beispielsweise schon früh regelmässig mein Zimmer umgestellt, was bei meinen Eltern immer wieder für grosse Augen gesorgt hat. Denn nur mit dem Umstellen der Möbel war es natürlich nicht gemacht, es musste auch noch eine andere Wandfarbe her - babyblau zum Beispiel. Dazu sage ich jetzt mal besser nichts, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich gebe ja zu, dass ich diese Umstell-und-Wandfarb-Phase noch nicht komplett hinter mir habe, aber mein Geschmack ist zwischenzeitlich sicher etwas stilsicherer und ich überlege länger, bevor ich meiner Wohnung ein neues Aussehen verpasse. Meistens jedenfalls. Ein weiteres Beispiel waren meine Haare. Meine Brüder behaupten ja, dass ich meine Haarfarbe so oft gewechselt habe, dass sie gar nicht mehr wussten, welches meine Naturfarbe sei. Sie übertreiben gerne, die beiden. Ich kann jedoch nicht abstreiten, dass ich allerlei ausprobiert habe: Platin blond, rot-braun und sogar praktisch schwarz. Erinnert ihr euch? Interessanterweise gingen die Meinungen immer sehr auseinander, was mir nun stehe und was nicht. Tatsache ist, dass ich seit einigen Jahren nur noch die Spitzen aufhelle und der Rest ist Natur pur. Ob mir das meine geliebten Brüder wohl glauben? ;) Der Drang nach Veränderung schlägt bei mir aktuell wieder mit voller Wucht zu. Die Gründe dafür sind zweitrangig, spannender ist, wie er sich dieses Mal äussert. Ich habe weder das Bedürfnis meine Haare zu färben noch meine Wohnung umzugestalten. Und neue Frotteewäsche – wie ich sie mir gestern gekauft habe – ist selbstverständlich ausgeschlossen. Die hätte ich mir ja auch letzte Woche kaufen können, ist klar oder… Vielmehr sehne ich mich dieses Mal nach einer mentalen Veränderung. Ich will endlich lernen geduldiger zu sein. Wer mich kennt, lacht jetzt vermutlich. Karin und geduldig? Träum weiter! Jaja, ich weiss… Geduld ist definitiv nicht meine Kernkompetenz und das wird es wohl auch nie. Daran arbeiten kann ich jedoch auf jeden Fall, oder? Also lese ich ein Buch zum Thema, lausche Hörbüchern und versuche mich im Alltag immer wieder an kleinen Übungen. So lege ich beispielsweise mein Natel bewusst weg, nur um es einige Minuten später wieder in der Hand zu halten. Auf was warte ich eigentlich? Dass noch eine weitere unnötige Junk-Mail eintrifft? Oder auf die nächste Insta-Werbung? Oder eine Nachricht, die ich auch später noch lesen kann? Ach Menschenskind! Dieses Verhalten könnte man auch als Symptom von Langeweile bezeichnen, welches es sicherlich nicht nur ich habe. Veilleicht sollte ich mal darüber schreiben? Scheint bei mir ja recht ausgeprägt zu sein, aber zurück zum Thema: die geliebte (Un-)Geduld. Wie mehr ich versuche bewusst an meiner Geduld zu arbeiten, desto ungeduldiger werde ich. Macht irgendwie Sinn, wie mir scheint. Gestern Abend erzählte ich einer guten Freundin in einer lauschigen Bar von meinen erfolglosen Versuchen mir selbst Geduld beizubringen. Mit einem sanften Lächeln sagte sie mir: „Aber Karin, warum willst du dich denn verändern? Deine Ungeduld gehört zu dir und macht dich zu dem Menschen, der du bist.“ Ich sah sie erstaunt an und wusste nicht, ob ich lachen sollte oder nicht. Genau so muss ich ausgesehen haben. Ihre Reaktion auf meinen Gesichtsausdruck: „Weisst du, auch du darfst einfach mal kurz stehen bleiben. Du musst nicht immer an dir arbeiten. Ruh dich doch mal aus, meine Liebe.“ Wie bitte? Ich soll NICHT an mir arbeiten? Mich ausruhen? Kann mir das bitte mal jemand buchstabieren? Etwas ungläubig sass ich dort und lies mir ihre Aussagen durch den Kopf gehen. Und plötzlich machte es Klick. Und zwar laut! Solange ich den Drang nach Veränderung ständig füttere, wird er mich immer wieder aufsuchen. Wie ein hungriges Tier eben. Höre ich damit auf, schnallt er irgendwann hoffentlich, dass bei mir nichts mehr zu holen ist. Das benötigt natürlich auch etwas Geduld, aber so viel kriege sogar ich zusammen. Und in der Zwischenzeit geniesse ich das Gefühl des Stehenbleibens – im Wissen, dass ich mich eben doch verändere und dafür nicht mal meine Haare färben muss ;)

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VON VERÄNDERUNGEN & ENTSCHEIDUNGEN

„Was?! Warum verlässt du das Unternehmen bereits wieder?“ oder „Du bist doch erst ein Jahr in diesem Job!“ Solche Fragen und Aussagen habe ich in den letzten Wochen mehrmals gehört. Und ja, ich war nur ein Jahr in dieser Funktion tätig und nun ziehe ich bereits wieder weiter… Als man mich vor rund eineinhalb Jahren angefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte ins HR/Berufsbildung zu wechseln, war ich Feuer und Flamme. Auch wenn es mir damals schwer fiel nach acht Jahren den sicheren Hafen der Schuladministration zu verlassen, war ich sicher: genau DAS will ich! Lernende aktiv zu begleiten, beraten und für sie da zu sein, ist seit Langem eine Herzensaufgabe von mir. Also wechselte ich voller Vorfreude und Motivation in ein neues Tätigkeitsfeld der Berufsbildung. Ein neuer Job bringt immer Veränderungen mit sich. Neue Aufgaben, neues Team, neuer Arbeitsweg, neue Kultur. Und bei mir zudem ein neuer Wohnort. Nach einigen Monaten gab es weitere Veränderungen. Hinter Veränderungen stehen immer Entscheidungen - bewusste und unbewusste. Viele dieser Entscheidungen habe ich selbst getroffen oder mitgeprägt und glaubt mir, ich bereue keine einzige davon! Dennoch waren es schlussendlich wohl zu viele Veränderungen für mich, denn ich mag auch Beständigkeit und möchte irgendwann „ankommen“. Und wieder mal richtig im Flow sein, dann kann ich mein volles Potenzial ausschöpfen. Im vergangenen Jahr durfte ich viel lernen und mich weiterentwickeln, meine Stärken und Schwächen besser erforschen. Und ich realisierte auf eindrückliche Art und Weise, welche Tätigkeiten ich als sinnstiftend erachte und mich wirklich erfüllen. Als ich realisierte, dass ich in dieser Funktion wohl nie ganz glücklich werde und merkte, wie stark mich die vielen Veränderungen gefordert haben, musste ich eine Entscheidung treffen. Und zwar für MICH. Mein Wohlbefinden. Meine Gesundheit. Meine Träume. Meine Mission. Als sich just in diesem Moment wieder eine unerwartete Türe öffnete, wollte mir das Universum wohl etwas mitteilen… Und ich bin dankbar mutig genug zu sein, nun durch diese Tür zu gehen und die sicherlich spannende Welt der Personalentwicklung dahinter zu entdecken. Zuerst jedoch nehme ich mir eine AUSZEIT. Ich will zu MIR Sorge tragen, runterfahren, regenerieren und neue Energie tanken. Diese ist mir glücklicherweise nie ganz ausgegangen, mein persönlicher Akku war jedoch seit Längerem auf Stromsparmodus und kam nur noch selten darüber hinaus. Auch mein Lachen war zeitweise nicht mehr wie gewohnt laut und ansteckend - für mich Gründe genug, etwas zu ändern. Also wieder eine Veränderung, welche aktuell noch etwas Energie frisst, meinen Akku langfristig jedoch aufladen wird. Davon bin ich überzeugt und freue mich auf die Auszeit und den Neustart im September. Und ich bin ich unendlich dankbar, dass ich im letzten Jahr eine derart spannende Reise machen durfte, welche noch nicht zu Ende ist. Aber jetzt heisst es erstmals ERHOLEN. Und jetzt noch etwas für euch meine Lieben: Veränderungen brauchen viel Energie und - was ich persönlich entscheidender finde: Sie brauchen Mut. Ich möchte euch mit diesem Beitrag etwas davon weitergeben, da ich weiss, dass es einigen von euch auch so geht wie mir. Ich bin überzeugt, dass Mut belohnt wird und zwar immer! Wie oft schon durfte ich Tolles erleben, weil ich mutig war. Wie kann es da falsch sein, mutig genug zu sein, um für sich selbst einzustehen und sein Leben in andere Bahnen zu lenken? Lasst uns mutig sein und lasst uns Veränderungen aktiv angehen, wenn sie uns glücklich machen! Und nie zu vergessen: „never get so busy making a living that you forget to make a life.“

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