Willkommen zurück
Die Welt in stillen Momenten und wilden Abenteuern entdecken.
Ich bin Karin. Hier teile ich meine liebsten Reiseerinnerungen, kulinarische Entdeckungen und all die kleinen Wunder des Alltags.
Bereits mein Leben lang erzähle ich gerne Gschichtli. Geschichten über mich, über meine Erfahrungen und auch über meine Erlebnisse. Und ich halte Momente sehr gerne als Bild fest. Vor einigen
Jahren fing ich dann an, meine Reisen in einem Blog niederzuschreiben und diesen zu teilen. Was zu Beginn vor allem für Familie und Freunde gedacht war, wurde immer grösser. Aber um die Grösse
geht es hier nicht, sondern um den Inhalt. Meine Geschichten sind offen, ehrlich und vor allem mit viel Herzblut in die Tasten gehauen. Viele fragen mich, wie ich es - besonders während
intensiven Reisen - schaffe, auch noch Zeit für einen Blog zu finden. Meine Antwort? Ich finde die Zeit nicht, ich nehme sie mir. Weil ich Schreiben etwas wahrhaft Sinnvolles finde und es mir
wahnsinnig viel Freude bereitet. Wenn ich diese Freude mit euch teilen kann, dann ist es für mich umso schöner! Und wenn ich mal keine Lust dazu habe, dann geht die Welt auch nicht unter, nicht
wahr? Meine jedenfalls nicht, denn die bin ich ja grad am Entdecken ;)
Auch die anderen Gschichtli, diejenigen über leicht philosophisch angehauchte Themen, nehmen viel Zeit in Anspruch. Interessanterweise entstehen diese immer dann, wenn ich gefühlt zu wenig
Zeit habe. Zu wenig Zeit für mich und meine Gedanken. Dann bilden sich regelrecht Sätze in meinem Kopf, die so oft wieder auftauchen, bis ich sie auf ein Blatt Papier notiere. Und werden
weitergesponnen, bis sie schlussendlich in diesem Blog landen. Auch diese sind gnadenlos ehrlich und immer sehr persönlich. Was ich damit bezwecke? Meinen Gedanken den verdienten Raum geben und
euch etwas Unterhaltung bieten. In diesem Sinne: Viel Spass beim Auskundschaften meiner Website und beim Entdecken der literarischen und fotografischen Spielereien ;)
Kommentare könnt ihr keine hinterlassen, ich freue mich jedoch sehr über persönliche Rückmeldungen und Gedanken.
Herzlich,
Karin
PS: Mein Natel und mein iPad verfügen über kein Korrekturprogramm. Wer gröbere Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne melden oder für sich behalten. ;)
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Reisen
Fernweh in Worten und Bildern.
WESTAUSTRALIEN
Summary Wie soll man eine einmonatige Reise mit insgesamt 5'852.6 km durch Westaustralien in wenigen Sätzen beschreiben, wenn man so unglaublich viel erleben und unzählige wunderschöne Orte entdecken durfte? Ich versuche es mal mit einer Zusammenfassung: Meine Reise begann für mich bereits im Kopf, spätestens als ich die Route plante. Was mich wohl erwarten würde? Hatte ich die grossen Distanzen richtig eingeschätzt? Würde ich mit den heissen Temperaturen und teils wilden Tieren umgehen können? Beherrsche ich den Linksverkehr? Als ich mich am Flughafen von Beni verabschiedete, verschwand die Nervosität sowie der Stress der vorhergegangenen Wochen und die Vorfreude stieg ins Unermessliche. Nach gut 26 Stunden unterwegs kam ich in Perth an. Nach zwei Tagen in Mandurah, dem (neuen) Zuhause von Meli und Simon, starteten wir unseren Roadtrip am 1. Februar. Unser Büssli Mike hatte bereits 360'000 km auf dem Buckel, dennoch war er uns stets ein treuer Wegbegleiter. In der ersten Woche standen viele Ausflüge auf dem Programm wie das atemberaubende Skydiven in Jurien Bay, das unvergessliche Schnorcheln mit den Seelöwen in Green Head und der traumhafte Flug über die Abrolhos Islands. Zusätzlich erkundeten wir die eindrücklichen Pinnacles im Nambung National Park, fuhren zum idyllischen Ellendale Pool, bestaunten den Pink Lake, schwitzten im Kalbarri National Park, schauten uns diverse War Mamorial an und genossen die schönen Strände in Jurien Bay, Sandy Cape, Geraldton und Kalbarri. Nicht zu vergessen die kurzen Zwischenstopps bei den Aussichtspunkten Rock Islands und Natural Bridge. In der zweiten Woche gings zu den uralten und wunderschönen Stromatoliten in Hamelin Pool. Danach fuhren wir via Denham nach Monkey Mia, wo wir einen unglaublich tollen Tag verbringen durften. Wilden Delfinen ganz nah sein, eine Bootsfahrt zu den scheuen Seekühen unternehmen, zwei grosse Haie vorbeischwimmen sehen, lecker essen und am Abend nochmal aufs Meer hinaus fahren um den Sonnenuntergang zu geniessen. A dream! Am nächsten Tag gings zum einzigartigen Shell Beach und dann weiter nach Carnarvon zum One Mile Jetty. Im schönen Coral Bay fuhren wir mit den Quads dem Strand entlang und entdeckten beim Schnorchel viele farbenfrohe Fische und einen Teppichhai. Auch an den beiden anschliessenden Tagen begeisterte uns die Unterwasserwelt erneut mit ihren Farben und den teils kuriosen Bewohnern. Die Nacht im einsamen Camp des Cape Range National Parks unter einem atemberaubenden Sternenhimmel bleibt unvergessen! So auch einer der schönsten Strände, der Turquoise Bay. Wow... Als ich beim Eindunkeln viele Kängurus in freier Wildbahn sah, erfüllte sich mein Kindheitstraum. Wegen der heissen Temperaturen (bis zu 45 Grad!) änderten wir unsere Route spontan und fuhren wieder in Richtung Süden. Zurück in Geraldton wurde der malerische Leuchtturm und einer der schönsten Sonnenuntergäge bestaunt. Vorher machten wir einen Abstecher zum Rocky Pool, einer Oase im Outback. In Woche drei und nach einer wahrlich heissen Nacht (34 Grad!) gings ins idyllische Northam und dann weiter zum Wave Rock in Hyden, wo Simon uns besuchte. Diese Welle hat uns echt beeindruckt! In Esperance waren die Temperaturen dann deutlich kühler, die vielen aneinanderliegenden Strände waren trotzdem sehenswert. Ganz besonders gefallen hat uns Albany und die Buchten in den angrenzenden Nationalpärken. Die Küste bei den Blowholes und Elephant Rocks haben es mir besonders angetan. Ich war hin und weg! In Walpole und im Valley of the Giants war das Wetter dann leider wieder schlechter, der Tree Top Walk dafür umso aufregender. Auf der 40 Meter hohen Hängebrücke fühlte man sich plötzlich ganz klein. Wir waren nun bereits seit drei Wochen unterwegs und so waren einige hundert Kilometer keine Distanz mehr für uns. Nach Margaret River erkundeten wir Busselton und den zweitlängsten Jetty der Welt. Dieser malerische Steg beheimatet am Ende ein tolles Obervatorium, von wo aus man viele Fische beobachten kann. Am nächsten Tag erkundeten wir Bunbury und machten wiederum eine Bootstour. Auch hier hatten wir wieder das Glück auf unserer Seite und sahen viele wilde Delfine. Im Discovery Centre konnte man ausserdem viele kuriose Meerestiere anschauen. Später gings noch in den Wildlife Park zu den Kängurus und ich hab fast mein Herz an einen dieser zahmen Hüpfer verloren ;) An diesem Abend durften wir bei Chris und Phil, Freunde der Familie, übernachten und endlich wieder ein normales Bett geniessen. Nach fast einem Monat ein tolles Gefühl! Bald gings zurück nach Mandurah, um spontan noch eine Dolphin Tour durch die Kanäle zu machen. Auch hier sahen wir die freundlichen Meeresbewohner wie auch viele tolle Luxusvillen. Wieder Zuhause wurden wir von Simon mit leckerem Essen verwöhnt und er zeigte uns die einzige Grossstadt im Westen - Perth. Die Skyline und der Mix aus alten und modernen Gebäuden wie auch der grüne Kings Park gefielen mir sehr. Nachdem ich auch weitere Familienmitglieder kennengelernt hatte und für ein feines Mittagessen im Café war, wo Meli und Simon arbeiten, gings zu guter Letzt nach Fremantle. Nach einem gemütlichen Tag fuhren wir an den Flughafen und es hiess "byebye my good friend, see u soon!". Ich werde meine gute Freundin und Reisebegleiterin Meli, ihren Mann Simon wie auch die anderen lieben Menschen, die tollen Landschaften, die meisten Tiere (Spinnen ganz bestimmt nicht!) und eifach all das Erlebte vermissen! Was hatten wir für eine unglaublich tolle Zeit! Dank einem Fotobuch, welches ich momentan am Gestalten bin, und all den gekauften Andenken werden die Erinnerungen auch physisch vorhanden bleiben. In meinem Herzen bleiben sie sowieso für immer! <3
Zum Bericht eastADELAIDE BIS SYDNEY
18. und 19. Dezember 2019 Am Mittwoch stand eine Tour auf dem Programm. Am Morgen früh fuhr ich mit dem Bus rund drei Stunden Richtung Port Stephens. Unterwegs machten wir Halt und besuchten einen Reptile and Wildlife Park. Ganz unerwartet konnten wir wieder Koalas streicheln, das 6-monatige Männchen war super flauschig und hatte es mir sehr angetan. Cute as a button! Auch die Schildkröten, Krokodile, Tasmanischen Teufel und Kängurus wurden bestaunt. In Port Stephens angekommen, fuhren wir mit einem Boot in die riesige Bucht hinaus. Leider liessen die Delfine lange auf sich warten, ich genoss die herrliche Aussicht dafür umso mehr. Paradiesisch! Und ganz ehrlich, ich bin ja wirklich verwöhnt mit Delfinen, besonders die Bottlenose Dolphins (Tümmler) habe ich ja nun schon häufig gesehen. Am Nachmittag fuhren wir zum Birubi Beach, einem 400 Meter langen und wunderschönen Strand. Auf den dahinterliegenden Dünen kann man Sandboarden. Ganz ehrlich, dieses Mal war ich enttäuscht. Man durfte auf dem Brett nur sitzen, es zwar eine kurze Piste und die Fahrt ziemlich langsam – langweilig… Stattdessen genoss ich die Umgebung und liess ein richtiges Aussie-Foto von mir schiessen ;) Wegen der grossen Distanz von rund 150 km mussten wir bereits wieder zurück, im Bus hab ich wie immer etwas geschlafen (Naps werden meine neue Lieblingsbeschäftigung!), Musik gehört, Fotos sortiert und natürlich rausgeschaut. Da die Tour in die Blue Mountains abgesagt wurde, habe ich einen Tag mehr für Sydney selbst zur Verfügung – passt! Heute war ich nur einmal nass… Und zwar nicht, weil ich ständig am Bädelen war, sondern weil es soooo heiss war. Die Hitzewelle hat nun auch mich erreicht und ich schwitzte heute bei rund 38 Grad. Bereits in der Nacht konnte ich plötzlich einen beissenden Geruch wahrnehmen – Rauch. Heute Morgen sah man den Rauch dann auch wirklich gut, der Himmel war weiss statt blau und alles schien vernebelt. Einige Menschen liefen mit Masken herum, was gemäss Behörden jedoch nicht notwendig ist. Den ganzen Tag hatte ich ein etwas ungutes Gefühl, weil es zwar extrem heiss war, aber der Himmel eher nach Gewitter aussah. Wirklich komisch… Trotz Hitze und Rauch wollte ich den bekannten Coastal Walk vom Coogee Beach zum Bondi Beach machen. Leider wurde die Tour des Hostels abgesagt, jedoch fand ich in Taeyonii (Südkorea) und Shalinee (Indien) spontan zwei Begleiterinnen, so dass ich nicht alleine gehen musste. Mit dem Bus ist man in 50 Minuten beim Ausgangspunkt. Der Coogee Strand sieht wie viele Stadtstrände aus – breit und gut besucht. Da gefiel mir Gondons Bay, eine etwas kleinere Bucht, schon besser. Clovelly Beach ist ideal für Familien, da er eher ruhig ist und viel Platz bietet (meist jedoch Beton). Danach mussten wir etwas weiter laufen und kamen bei diesen Temperaturen wieder richtig ins Schwitzen, bevor wir den bekannten Bronte Beach erreichten. Dieser Strand sieht ähnlich aus wie Bondi. Da ich Boni schon gesehen hatte, verliess ich die beiden Damen und fuhr zurück in die Stadt. Der Manly Beach stand auf meiner to do-Liste und so nahm ich die nächste Fähre in diese Richtung. Manly Beach ist in 20 Minuten erreichbar und gefiel mir am allerbesten. Warum? Es gibt dort viele kleine Cafes und Restaurant, was ich generell gut finde ;) Der Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, wo man Baden oder Surfen kann. So hüpfte ich kurz ins rund 20 Grad warme Wasser und sah anschliessend den Surfern zu. Einige haben’s echt drauf! Eigentlich wollte ich ja auch surfen, irgendwie hat es aber bis jetzt noch nie richtig gepasst. Vielleicht ist Zusehen sowieso besser für mich ;) Bei der Rückfahrt mit der Fähre sah man plötzlich die Sonne, welche tagsdurch zwar offensichtlich stark war, jedoch wegen des Rauches nicht zu sehen war. Sie schien rot durch den Rauch, was eine ganz besondere Stimmung erzeugte. Seht selbst auf den Fotos. Danach genoss ich eine leckere Pizza und natürlich nochmals die Aussicht am Harbour. Zurück im Hostel habe ich gepackt (so langsam habe ich ein System für meinen Rucksack, finally…), genoss nochmals die Aussicht vom Rooftop aus und sitze nun im Aufenthaltsraum. Heute war mein letzter Tag hier und diesen wollte ich unbedingt mit einem Blog abschliessen. Sydney, you got it all! Was für eine tolle Stadt… Und was für eine glückliche Karin :) Ich war definitiv nicht zum letzten Mal hier, Sydney hat mich absolut überzeugt. Ich habe hier zwar viele Menschen kennengelernt, jedoch „leider“ keinen Australier, der mich umgehauen hat (wobei, die Aussis sind ja schon seeeehr hübsch!). Wird also doch nichts mit dem Auswandern, wie es scheint ;) Spass beiseite, Australien hat mich schon 2016 verzaubert, mich nun erneut in seinen Bann gerissen und ist sicherlich nochmals eine grössere Reise wert! Nun fliege ich aber in einigen Stunden nach Asien und freue mich auf meinen dritten und letzten Teil meiner grossen Reise. Bye bye Australia, สวัสดีกรุงเทพ (hallo Bangkok :)).
Zum Bericht eastAllerlei
WOHLTUENDE SAFTKUR ODER DOCH EHER HORRER-WOCHE?
„Echt jetzt?“ und „Warum tust du dir das an?“, diese beiden Fragen höre ich öfters, wenn ich meinem Umfeld von meinem neusten Unterfangen erzähle. Eine Freundin fragte „willst du damit abnehmen?“. Und nein, mit der Biotta-Saftkur will ich nicht abnehmen, sondern entschlacken. Sprich meinen Körper von sogenannten Schlacken befreien oder anders ausgedrückt: mich reinigen (lassen). Klingt unappetitlich? Nöö, aber hart ist es auf alle Fälle. Aber ich mache das, um mir etwas Gutes zu tun. Und weil mich eine Freundin gefragt hat, ob wir dem Projekt „Saftkur“ gemeinsam widmen wollen (Tipp: Das hilft echt!). Besonders in Zeiten wie diesen ist es wichtig seinen Körper und Geist fit zu halten. Und ganz ehrlich, ich verpasse aktuell keine superleckeren Abendessen im Restaurant, keine Apéros mit Freunden und schon gar keine wilden Partys, nach denen manche/r auch eine Kur nötig hätte ;) Ich fühle mich körperlich zwar jetzt bereits fit – Corona-Jogging sei dank! – aber habe auch das Bedürfnis, wieder mal an meine Grenzen zu gehen und Essen (danach) bewusster zu geniessen. Gerne lasse ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben, wie immer ist Lesen auf eigene Gefahr. Aber hey, ihr dürft währenddessen ja was Leckeres essen und das ist im Vergleich zu mir ja echt lässig. Ich höre meinen Magen bereits jetzt knurren… Planung Eine Saftkur will geplant sein. Ich glaube, dass vor allem das Timing für den Erfolg entscheidend ist. Wie schon geschrieben eignet sich die aktuell sehr ruhige Zeit sicher besonders gut, für Ablenkung will aber auch gesorgt sein. Ich hab mich entschieden, dass ich das Projekt während den Schulferien durchführe. Dann bin ich am Arbeiten und habe somit eine Tagesstruktur und einiges los. Wäre ich die ganze Zeit zu Hause, dann könnte ich es wohl gleich sein lassen. Die Abende werden eine genug grosse Herausforderung, glaubt mir! Chips und Co hab ich vorsorglich neumet versteckt, wenn ich Glück habe, erinnere ich mich vor lauter Hunger nicht mehr an den Ort ;) Wichtig finde ich es auch, dass man seinem Umfeld davon erzählt, das könnte ich kritischen Momenten hilfreich sein. Ich bin ja echt gespannt, ob ich miesepetrig werde und ob sich die vorausgesagten Kopfschmerzen in Grenzen lassen halten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt, nehmt euch trotzdem in Acht da draussen und nein, ein Snickers rüberschieben ist nicht ;) Vorbereitungstag Dieser Tag dient dazu, den Körper und Geist auf die bevorstehenden Tage vorzubereiten. Dass ich während fünf Tagen nichts ausser Saft, Wasser, Tee und Leinsamen zu mir nehme, betrachte ich erstaunlicherweise ziemlich gelassen. Aber fragt mich in drei Tagen nochmal! Ich muss aber auch zugeben, dass ich in den Tagen vorher nochmals ziemlich den „Gönn dir“ drin hatte :) Zwar hab ich nicht übermässig, aber sicher sehr bewusst gegessen und getrunken. Das war mir symbolisch gesehen wichtig und so hab ich heute Morgen nach einem leckeren und gut verdaulichen Frühstück langsam angefangen umzustellen. Biotta gibt auch einige geeignete Rezepte an, ich versuche meinen eigenen Weg und so gab es zum Znacht nun die letzte feste Nahrung. Die Zoodles (quasi Nudeln aus Karotten und Zucchetti) an etwas Tomatensauce waren noch leckerer als sonst und ich habe jeden Bissen genossen. Der Spass soll aber nicht von langer Dauer sein, denn um das Entschlacken von Beginn an richtig anzukurbeln, wird eine Darmentleerung durch Glaubersalz empfohlen. Jep, das klingt nicht nur eklig, es ist es auch. Und damit meine ich nicht den Vorgang, sondern den Geschmack dieses unscheinbaren Salzes. Igit igit! Aber funktionieren tut’s wahrhaft wunderbar (nicht so extrem, wie ihr euch das jetzt vielleicht vorstellt… Aber die Verdauung wird auf jeden Fall angekurbelt.) und so freue ich mich nun auf eine hoffentlich gute Nachtruhe, damit ich morgen ausgeruht und möglichst entspannt komplett auf die Saftkur umstellen kann.
Zum Bericht east AllerleiLEBEN & ARBEITEN AUF DEM BERG
Den Sommer in einer SAC-Hütte verbringen - was für eine tolle Vorstellung! Besonders für mich, die ihre Freizeit wahnsinnig gerne in den Bergen verbringt und dort total abschalten kann. Als meine Welt anfangs Jahr Kopf stand, brachte eine gute Freundin von mir das Thema Hüttensaison aufs Tapet. Konkret darüber nachgedacht hatte ich bisher noch nie, im Hinterkopf schlummerte die Idee jedoch schon länger. Intuitiv wusste ich, dass nun der richtige Zeitpunkt dafür ist. Und so bewarb ich mich für drei Hüttenjobs in unterschiedlichen Regionen. Obwohl mein Herz sehr fürs Berner Oberland schlägt, habe ich mich gegen eine Hütte in diesem Gebiet entschieden. Die Anfahrt ins Oberland dauert schon eine ganze Weile und die Hütte wäre nur mit einer 3.5-stündigen Wanderung erreichbar gewesen. Ich glaube, das hätte ich nur kurze Zeit lustig gefunden, vor allem mit schwerem Gepäck. Und ein Zimmer in Lauterbrunnen zu mieten, machte schlicht keinen Sinn. Engelberg war auch noch in der engeren Auswahl, dort passte es jedoch vom Gefühl her nicht. Den Kanton Uri habe ich letzten Sommer kennengelernt und so stiess ich auf die Lidernenhütte. Nach zwei Tagen Probearbeiten war mein Entscheid definitiv gefallen, hier wollte ich von Mitte Juni bis Ende Oktober arbeiten und leben. Die Hütte liegt auf Urner Boden, gehört jedoch zur Sektion Mythen, Schwyz. Auf 1‘727 m ü. M. hat man eine herrliche Aussicht auf die Bergwelt sowie den Vierwaldstättersee bis hin zum Jura. Auch meinen geliebten Sempachesee kann man sehen. Das Panorama hat mich bereits beim Probearbeiten verzaubert. Von der Zusage bis zum effektiven Start verging noch einige Zeit und ich habe mich oft gefragt, wie es wohl werden würde. Und nun bin ich schon mitten in meiner Sommersaison und erzähle euch gerne von meinem Hüttenleben:
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