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Fernweh in Worten und Bildern.

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Asien

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Ein Blick zurück 10 Wochen reisen… 5 Länder besuchen. Tolle Menschen kennenlernen. Wunderschöne Orte entdecken. Unbekanntes Essen probieren. Wenig Schlaf bekommen. Mich besser kennenlernen. Und die beste Zeit meines Lebens haben. Ja, das kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich an die letzten 10 Wochen denke. Ich verzichte an dieser Stelle jetzt auf eine Zusammenfassung, das ist aus meiner Sicht nicht mehr nötig (wer mag, kann gerne die Blogs nachlesen). Wichtiger scheint es mir zu überlegen, was ich aus den letzten 10 Wochen mitgenommen habe. Darüber habe ich lange nachgedacht und zwar deshalb, weil mir dabei Vieles in den Sinn kommt. Ich würde es auch als „Reise zu mir selbst“ zusammenfassen. Bereits im Voraus war mir klar, dass diese Reise mich prägen würde. Warum? Nun ja, alleine zu reisen ist ein Abenteuer. Und zwar nicht nur, weil man viel Zeit alleine verbringt. So viel übrigens gar nicht, ich hab ja ständig Menschen kennengelernt. Für mich war es jedoch eine Herausforderung, plötzlich alles alleine zu entscheiden und mich selbst ins Zentrum zu hieven. Was für einige von euch vielleicht absolut einfach klingen mag, war für mich anfangs schwer. Ich bin ein Mensch, dem das Wohl anderer sehr wichtig ist und deshalb stelle ich meine Bedürfnisse oftmals hinten an. Hat sich das nun geändert? Jein. Natürlich liegt mir das Wohlbefinden meiner Mitmenschen immer noch am Herzen, aber ich habe während meiner Reise erfahren, wie toll es ist, wenn ICH auch Mal zuerst komme. Das werde ich definitiv weiterhin versuchen, denn es tut mir unglaublich gut. Als ich mich mal alleine fühlte, sagte jemand zu mir „the world is your oyster and you don’t need anybody but yourself“. Zuerst habe ich widersprochen und gesagt, dass ich meine Eindrücke aber gerne mit jemanden teilen würde. Er meinte dann, dass ich das ja mache und zwar mit allen Menschen, die ich unterwegs kennenlerne. Und alles was ich alleine erlebe, gehöre auch nur mir und das sei ein Geschenk. Und da hat er absolut recht! Ich habe unzählige Momente erlebt, bei denen es mir wohlig warm ums Herz wurde und die ich nie vergessen werde. Und vielleicht habe ich sie gerade wegen des Alleineseins noch intensiver empfunden. Und natürlich werde ich die lustigen Momente, interessanten Gespräche, durchtanzten Nächte und vor-lauter-Kichern-fast-aus-dem-Bett-fallen nie vergessen. Gerade weil ich alleine unterwegs war, habe ich unglaublich viele Menschen kennengelernt. Einige haben sich direkt einen Platz in meinem Herzen erobert und ich freue mich sehr, dass wir noch Kontakt haben und uns in Zukunft vielleicht sogar besuchen. Oder sogar schon Daten festgelegt haben. Bayern, ich komme :) Die Kombination aus diesen Erfahrungen und all den wunderbaren Orten, die ich in dieser Zeit sehen durfte, haben meine Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Reise machen konnte. Ich weiss bereits jetzt, dass ich nicht zum letzten Mal unterwegs war, aber zuerst sollte ich ja wieder etwas Geld verdienen, nicht wahr? ;) Die Erinnerungen werden mich dabei begleiten und auch jetzt haben sie mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Fazit: Alleine zu reisen bringt ganz neue und wertvolle Erfahrungen mit sich. Unterwegs dann Menschen kennenzulernen, bereichert jede Reise sehr. Wichtig ist, dass man auf sein Herz hört und das macht, was in diesem Moment als richtig erscheint. Geniessen wir den Augenblick, egal ob alleine oder gemeinsam. Hauptsache geniessen!

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Nord- und Südamerika

Nord- und Südamerika

4. bis 6. März 2022 – Isla Mujeres und Fazit Irgendwann bringt mich diese Klimaanlage im Bus noch um, das ist echt übel! Trotz Badetuch und Pulli war mir ständig kalt. Mir, die normalerweise nie friert. Brr! Dank Musik und meinem Buch hab ich die Fahrt nach Cancun überstanden und bin ehrlich gesagt froh, dass es die letzte längere Strecke war. Nachdem ich endlich einen funktionierenden Bancomat gefunden hatte (das Geld lief mir auf Holbox buchstäblich durch die Finger und die meisten Automaten funktionieren hier nicht…), nahm ich die Fähre zur Isla Mujeres. Mein Hostel befindet sich nicht in der Nähe der Anlagestelle, weshalb ich mir ausnahmsweise ein Taxi gegönnt habe. Müde vom Transfer checke ich nun im Nomads ein und verdufte dann möglichst bald an den Strand zum Regenerieren ;) In der Zwischenzeit ist einiges passiert, denn während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich bereits auf meinem Balkon in Luzern und geniesse die warmen Sonnenstrahlen – dieses Mal in einem Wollpulli statt im Bikini, aber schön ist es allemal! Ich bin gestern Abend von Cancun aus nach Hause geflogen und wurde mit der Zeitverschiebung von plus 6 Stunden heute Mittag am Flughafen erwartet. Schön, so nach Hause zu kommen! Der zehnstündige Flug war wie immer nicht mein Highlight, da ich die Sitze echt unbequem finde und die Kompressionsstrümpfe noch viel unbequemer. Aber Jammern bringt ja nix, das gehört zum Reisen dazu. Während des Fluges hatte ich wiederum gute Gespräche mit meinem Sitznachbarn und auch schon gestern hab ich mit Roberta, einer italienischen Fotografin, welche bald versuchen wird in die Ukraine zu gelangen, eine weitere spannende Persönlichkeit kennengelernt. Ich liebe solche Begegnungen und nehme aus den teilweise echt tiefgründigen Gesprächen – besonders über andere Mentalitäten und Weltanschauungen – immer viel für mich mit. Oder anders gesagt: Ich wachse daran. Auch das ist einer der Gründe, warum das Reisen zu meinen Leidenschaften gehört und immer gehören wird. Nun noch zur Isla Mujeres, eines meiner schönsten Erlebnisse während der letzten zwei Wochen. Die Insel ist grösser als Holbox und die Hotels und Restaurants verteilen sich dadurch besser. Das Hostel Nomads, welches ich bereits aus Neuseeland kenne und mir wärmstens empfohlen wurde, ist etwas abgelegen zu finden. Ich übernachtete in einem Achterschlag und lernte so zwei weitere Deutsche Mädels kennen, mit denen ich abends an der Bar Cocktails schlürfte. Das Nomads besticht vor allem durch seinen eigenen Beach Club und die kreative Gestaltung der gesamten Anlage. Die Zimmer sind modern und super praktisch eingerichtet, das habe ich in Hostels bis jetzt selten erlebt. Der Strand ist mit vielen Liegen und Hängematten ausgestattet und man ist dank Palmen vor der brennenden Nachmittagssonne geschützt. Es läuft angenehm laute Musik im Hintergrund und die Mitarbeitenden sind alle sehr nett. Ein absoluter Wohlfühlort und ich wäre gerne noch länger geblieben! Auch hier ist der Strand nicht wirklich schwimmtauglich, was an den Algen und der nicht vorhandenen Wassertiefe liegt. Dafür hat es einen eigenen Steg, von wo aus man eine tolle Sicht auf den Strandabschnitt sowie Cancun hat und es sich herrlich lesen lässt. Immer wieder watscheln die zwei Enten mit ihren drei härzigen Jungtieren zwischen den Liegenden hindurch, der Hund döst derweilen im Schatten. Es gibt leckeres (und sehr scharfes!) Essen sowie diverse angebotene Aktivitäten. Da ich nur eine Nacht dort verbrachte, konnte ich davon nicht wirklich Gebrauch machen. Als ich jedoch hörte, dass der Sonnenaufgang hier besonders schön sein soll, machte ich mich frühmorgens auf den Weg zur Punta Sul, dem südlichsten Punkt der Insel. Leider verlief ich mich unterwegs und verpasste den Moment der ersten Sonnenstrahlen, dafür zeigte sich danach ein wunderschönes Schauspiel über dem Meer. Wie immer an solch exponierten Orten hat es stark gewindet, was mich in solch magischen Momenten jedoch nie stört. Zufrieden lief ich zurück ins Hotel und verbrachte die restlichen Stunden plappernd, lesend und dösend mit Roberta am Strand. Zum Abschluss dieses Mexiko-Blogs versuche ich ein Fazit zu ziehen. Was mir am besten gefallen hat? Schwierig! Unterkunftsmässig sicher das Nomads auf der Isla Mujeres, da hatten die teilweise dreckigen und gefühlt nicht sicheren Hotels keine Chance dagegen. Den schönsten Strand besuchte ich in Tulum und dort befinden sich auch die eindrucksvollen Ruinen. Die im Dschungel gelegene Stätte Ek Balam hat auch ihren Zauber, da man fast alleine umherlaufen und sich alles in Ruhe anschauen kann. Die schönste Stadt fand ich Valladolid mit ihren farbigen Häusern, der eindrucksvollen Kathedrale und den verhältnismässig wenigen Touristen ;) Bacalar mit seiner Lagune hatte am meisten Charme und dort konnte ich am besten entspannen. Auf der Insel Holbox war es mir zu laut, dafür fand ich die Stimmung inmitten der hippen Restaurants und Läden cool. Und Playa del Carmen behalte ich vor allem wegen des Tauchkurses in Erinnerung, denn darauf bin ich stolz. Last but not least war der eindrücklichste Ausflug der nach Rio Lagartos. Die vielseitige Tierwelt (Delfine, Schlangen, Krokodile und auch Vögel, aber besonders hervorzuheben: Flamingos) zu beobachten, ein Schlammpeeling zu kriegen und den pinken See zu bestaunen, das hat mit wahnsinnig gut gefallen. Und wie immer bin ich wie schon während der Reise sehr dankbar für die eindrucksvollen Erlebnisse, die bereichernden Menschen und die wertvollen Erfahrungen. Und dass ich (wieder) gesund und munter nach Hause kommen durfte, wo weitere kleinere und grössere Abenteuer auf mich warten. Was ich ganz besonders mitnehme und mir verinnerlicht habe ist folgendes Zitat: „Wer weiss wie er sein Leben gestalten muss, um glücklich zu sein, muss nur noch den Mut finden, es auch zu leben.“ John Irving Gracias México y hasta luego!

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Ozeanien

Ozeanien

Summary Wie soll man eine einmonatige Reise mit insgesamt 5'852.6 km durch Westaustralien in wenigen Sätzen beschreiben, wenn man so unglaublich viel erleben und unzählige wunderschöne Orte entdecken durfte? Ich versuche es mal mit einer Zusammenfassung: Meine Reise begann für mich bereits im Kopf, spätestens als ich die Route plante. Was mich wohl erwarten würde? Hatte ich die grossen Distanzen richtig eingeschätzt? Würde ich mit den heissen Temperaturen und teils wilden Tieren umgehen können? Beherrsche ich den Linksverkehr? Als ich mich am Flughafen von Beni verabschiedete, verschwand die Nervosität sowie der Stress der vorhergegangenen Wochen und die Vorfreude stieg ins Unermessliche. Nach gut 26 Stunden unterwegs kam ich in Perth an. Nach zwei Tagen in Mandurah, dem (neuen) Zuhause von Meli und Simon, starteten wir unseren Roadtrip am 1. Februar. Unser Büssli Mike hatte bereits 360'000 km auf dem Buckel, dennoch war er uns stets ein treuer Wegbegleiter. In der ersten Woche standen viele Ausflüge auf dem Programm wie das atemberaubende Skydiven in Jurien Bay, das unvergessliche Schnorcheln mit den Seelöwen in Green Head und der traumhafte Flug über die Abrolhos Islands. Zusätzlich erkundeten wir die eindrücklichen Pinnacles im Nambung National Park, fuhren zum idyllischen Ellendale Pool, bestaunten den Pink Lake, schwitzten im Kalbarri National Park, schauten uns diverse War Mamorial an und genossen die schönen Strände in Jurien Bay, Sandy Cape, Geraldton und Kalbarri. Nicht zu vergessen die kurzen Zwischenstopps bei den Aussichtspunkten Rock Islands und Natural Bridge. In der zweiten Woche gings zu den uralten und wunderschönen Stromatoliten in Hamelin Pool. Danach fuhren wir via Denham nach Monkey Mia, wo wir einen unglaublich tollen Tag verbringen durften. Wilden Delfinen ganz nah sein, eine Bootsfahrt zu den scheuen Seekühen unternehmen, zwei grosse Haie vorbeischwimmen sehen, lecker essen und am Abend nochmal aufs Meer hinaus fahren um den Sonnenuntergang zu geniessen. A dream! Am nächsten Tag gings zum einzigartigen Shell Beach und dann weiter nach Carnarvon zum One Mile Jetty. Im schönen Coral Bay fuhren wir mit den Quads dem Strand entlang und entdeckten beim Schnorchel viele farbenfrohe Fische und einen Teppichhai. Auch an den beiden anschliessenden Tagen begeisterte uns die Unterwasserwelt erneut mit ihren Farben und den teils kuriosen Bewohnern. Die Nacht im einsamen Camp des Cape Range National Parks unter einem atemberaubenden Sternenhimmel bleibt unvergessen! So auch einer der schönsten Strände, der Turquoise Bay. Wow... Als ich beim Eindunkeln viele Kängurus in freier Wildbahn sah, erfüllte sich mein Kindheitstraum. Wegen der heissen Temperaturen (bis zu 45 Grad!) änderten wir unsere Route spontan und fuhren wieder in Richtung Süden. Zurück in Geraldton wurde der malerische Leuchtturm und einer der schönsten Sonnenuntergäge bestaunt. Vorher machten wir einen Abstecher zum Rocky Pool, einer Oase im Outback. In Woche drei und nach einer wahrlich heissen Nacht (34 Grad!) gings ins idyllische Northam und dann weiter zum Wave Rock in Hyden, wo Simon uns besuchte. Diese Welle hat uns echt beeindruckt! In Esperance waren die Temperaturen dann deutlich kühler, die vielen aneinanderliegenden Strände waren trotzdem sehenswert. Ganz besonders gefallen hat uns Albany und die Buchten in den angrenzenden Nationalpärken. Die Küste bei den Blowholes und Elephant Rocks haben es mir besonders angetan. Ich war hin und weg! In Walpole und im Valley of the Giants war das Wetter dann leider wieder schlechter, der Tree Top Walk dafür umso aufregender. Auf der 40 Meter hohen Hängebrücke fühlte man sich plötzlich ganz klein. Wir waren nun bereits seit drei Wochen unterwegs und so waren einige hundert Kilometer keine Distanz mehr für uns. Nach Margaret River erkundeten wir Busselton und den zweitlängsten Jetty der Welt. Dieser malerische Steg beheimatet am Ende ein tolles Obervatorium, von wo aus man viele Fische beobachten kann. Am nächsten Tag erkundeten wir Bunbury und machten wiederum eine Bootstour. Auch hier hatten wir wieder das Glück auf unserer Seite und sahen viele wilde Delfine. Im Discovery Centre konnte man ausserdem viele kuriose Meerestiere anschauen. Später gings noch in den Wildlife Park zu den Kängurus und ich hab fast mein Herz an einen dieser zahmen Hüpfer verloren ;) An diesem Abend durften wir bei Chris und Phil, Freunde der Familie, übernachten und endlich wieder ein normales Bett geniessen. Nach fast einem Monat ein tolles Gefühl! Bald gings zurück nach Mandurah, um spontan noch eine Dolphin Tour durch die Kanäle zu machen. Auch hier sahen wir die freundlichen Meeresbewohner wie auch viele tolle Luxusvillen. Wieder Zuhause wurden wir von Simon mit leckerem Essen verwöhnt und er zeigte uns die einzige Grossstadt im Westen - Perth. Die Skyline und der Mix aus alten und modernen Gebäuden wie auch der grüne Kings Park gefielen mir sehr. Nachdem ich auch weitere Familienmitglieder kennengelernt hatte und für ein feines Mittagessen im Café war, wo Meli und Simon arbeiten, gings zu guter Letzt nach Fremantle. Nach einem gemütlichen Tag fuhren wir an den Flughafen und es hiess "byebye my good friend, see u soon!". Ich werde meine gute Freundin und Reisebegleiterin Meli, ihren Mann Simon wie auch die anderen lieben Menschen, die tollen Landschaften, die meisten Tiere (Spinnen ganz bestimmt nicht!) und eifach all das Erlebte vermissen! Was hatten wir für eine unglaublich tolle Zeit! Dank einem Fotobuch, welches ich momentan am Gestalten bin, und all den gekauften Andenken werden die Erinnerungen auch physisch vorhanden bleiben. In meinem Herzen bleiben sie sowieso für immer! <3

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