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Asien

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THAILAND, KAMBODSCHA & VIETNAM

THAILAND, KAMBODSCHA & VIETNAM

Ein Blick zurück 10 Wochen reisen… 5 Länder besuchen. Tolle Menschen kennenlernen. Wunderschöne Orte entdecken. Unbekanntes Essen probieren. Wenig Schlaf bekommen. Mich besser kennenlernen. Und die beste Zeit meines Lebens haben. Ja, das kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich an die letzten 10 Wochen denke. Ich verzichte an dieser Stelle jetzt auf eine Zusammenfassung, das ist aus meiner Sicht nicht mehr nötig (wer mag, kann gerne die Blogs nachlesen). Wichtiger scheint es mir zu überlegen, was ich aus den letzten 10 Wochen mitgenommen habe. Darüber habe ich lange nachgedacht und zwar deshalb, weil mir dabei Vieles in den Sinn kommt. Ich würde es auch als „Reise zu mir selbst“ zusammenfassen. Bereits im Voraus war mir klar, dass diese Reise mich prägen würde. Warum? Nun ja, alleine zu reisen ist ein Abenteuer. Und zwar nicht nur, weil man viel Zeit alleine verbringt. So viel übrigens gar nicht, ich hab ja ständig Menschen kennengelernt. Für mich war es jedoch eine Herausforderung, plötzlich alles alleine zu entscheiden und mich selbst ins Zentrum zu hieven. Was für einige von euch vielleicht absolut einfach klingen mag, war für mich anfangs schwer. Ich bin ein Mensch, dem das Wohl anderer sehr wichtig ist und deshalb stelle ich meine Bedürfnisse oftmals hinten an. Hat sich das nun geändert? Jein. Natürlich liegt mir das Wohlbefinden meiner Mitmenschen immer noch am Herzen, aber ich habe während meiner Reise erfahren, wie toll es ist, wenn ICH auch Mal zuerst komme. Das werde ich definitiv weiterhin versuchen, denn es tut mir unglaublich gut. Als ich mich mal alleine fühlte, sagte jemand zu mir „the world is your oyster and you don’t need anybody but yourself“. Zuerst habe ich widersprochen und gesagt, dass ich meine Eindrücke aber gerne mit jemanden teilen würde. Er meinte dann, dass ich das ja mache und zwar mit allen Menschen, die ich unterwegs kennenlerne. Und alles was ich alleine erlebe, gehöre auch nur mir und das sei ein Geschenk. Und da hat er absolut recht! Ich habe unzählige Momente erlebt, bei denen es mir wohlig warm ums Herz wurde und die ich nie vergessen werde. Und vielleicht habe ich sie gerade wegen des Alleineseins noch intensiver empfunden. Und natürlich werde ich die lustigen Momente, interessanten Gespräche, durchtanzten Nächte und vor-lauter-Kichern-fast-aus-dem-Bett-fallen nie vergessen. Gerade weil ich alleine unterwegs war, habe ich unglaublich viele Menschen kennengelernt. Einige haben sich direkt einen Platz in meinem Herzen erobert und ich freue mich sehr, dass wir noch Kontakt haben und uns in Zukunft vielleicht sogar besuchen. Oder sogar schon Daten festgelegt haben. Bayern, ich komme :) Die Kombination aus diesen Erfahrungen und all den wunderbaren Orten, die ich in dieser Zeit sehen durfte, haben meine Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Reise machen konnte. Ich weiss bereits jetzt, dass ich nicht zum letzten Mal unterwegs war, aber zuerst sollte ich ja wieder etwas Geld verdienen, nicht wahr? ;) Die Erinnerungen werden mich dabei begleiten und auch jetzt haben sie mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Fazit: Alleine zu reisen bringt ganz neue und wertvolle Erfahrungen mit sich. Unterwegs dann Menschen kennenzulernen, bereichert jede Reise sehr. Wichtig ist, dass man auf sein Herz hört und das macht, was in diesem Moment als richtig erscheint. Geniessen wir den Augenblick, egal ob alleine oder gemeinsam. Hauptsache geniessen!

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MALEDIVEN

MALEDIVEN

4. bis 7. Dezember 2023 Es ist kurz nach halb vier nachmittags und ich sitze in der Sand Bar. Das Wetter hat umgeschlagen, am Himmel ziehen dunkle Wolken auf und der Wind bläst kräftig. Es fängt wohl bald an zu regnen. Bereits gestern Abend und heute Morgen gab es kurz einige Schauer, welche man von der Insel aus übers Meer her kommen sieht und sich dementsprechend Schutz suchen kann. Normalerweise habe ich mich in meinen Bungalow zurückgezogen und aus dem Bett zugeschaut, wie der Regen gegen die Fensterscheiben spritzt und die Wellen immer hoher wurden. Der Bungalow fängt sich dann jeweils leicht an zu bewegen. Was ich in der ersten Nacht noch für ein Erdbeben hielt, ist nun normal und das leichte Schaukeln empfinde ich als angenehm. Wisst ihr, was ich auch jeden Tag vom Bungalow resp. besser gesagt von meinem Bett aus sehen konnte? Den Sonnenaufgang! Zwar etwas früh so nach 5 Uhr, aber ich genoss den Anblick dermassen und schlummerte kurze Zeit später jeweils wieder ein, bis mich die Wärme der Sonne ganz aufweckte. Während ich hier sitze und ein letztes Mal auf meiner Trauminsel an einem Ginger Ale nippe, lasse ich die letzten Tage (und Wochen) Ruvue passieren. Unterbrochen werde ich lediglich von den Angestellten und Gästen, die mir beim Vorbeigehen zuwinken. Es hat nicht lange gedauert, bis sich rumgesprochen hat, dass ich Deutsch spreche und nun kommen alle Deutschen immer zu mir zum Plaudern. Irgendwie härzig. :) Sogar das asiatische Päärchen, das mit mir auf einem Bootsausflug war und sich kaum getraut hat neben mich zu setzen, sagt nach drei Tagen nun Hallo. Auch Schweizer*innen hab ich kennengelernt, lustigerweise sind alle aus der Ostschweiz und es hat eine Weile gedauert, bis ich geschnallt habe, dass es wirklich Mundart ist. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich den Kontakt mit den anderen in den letzten Tagen nicht gross gesucht habe. Ich wollte bewusst runterfahren und viel Karin-Zeit haben, was mir auch sehr gut getan hat. Wisst ihr, in welchen Momenten ich besonders innehalten konnte? Beim Tauchen und Schnorcheln! Das lag aber daran, dass ich jeweils vergessen habe zu atmen, wenn wieder ein Hai vor oder neben mir auftauchte. Hier gibt es sehr viele Riffhaie, welche ich so nah noch nie bestaunen konnte. Die meisten sind wohl ungefähr gleich gross wie ich, also klein und putzig. ;) Über die unterschiedlichsten Fischarten in allen Farben und Grössen habe ich auch nicht schlecht gestaunt! Einige sind sehr neugierig und schwimmen einem direkt vor der Taucherbrille durch. Und der kleine Rochen, der majestätisch wie ein Vogel durchs seichte Wasser glit, war ein weiteres Highlight. Nur die Schildkröten waren mir vergönnt. Obwohl ich mich informiert habe, bekam ich keinen zu Gesicht, die scheinen sich vor mir zu verstecken… Dann halt nächstes Mal, man kann nicht immer alles haben. Ah ja, eine witzige Story vom Schnorcheln gibt es auch noch: Gestern bin ich wieder bis zur Riffkante geschwommen, was ziemlich anstrengend ist. Habe mich im Wasser treiben lassen und gebannt die Meerestiere beobachtet, bis plötzlich etwas grosses Gelbes neben mir auf der Wasseroberfläche auftauchte. Nils, ein Mitarbeiter der Tauchschule, war mit seinem Kajak draussen und erklärte mir, dass er seine Taucherbrille verloren habe. Habe sie daraufhin gesucht und tadaaa - gefunden. Kurz runtergetaucht und Nils war wieder happy. Fast zwei Jahre nach meinem Tauchbrevet in Mexiko war es endlich wieder mal Zeit für einen Tauchgang. Also buchte ich einen Refresher bei der kleinen Tauchschule. Maria, meine Tauchlehrerin aus Argentinien, hat sich zu Beginn wohl gefragt, wie um Himmels willen ich ächt den Open Water Diver bestanden habe. Ich hab mich aber auch doof angestellt… Spätestens im Wasser war mir dann wieder alles klar und so ging es wenige Minuten später auch schon in die Tiefe. Das Tarieren gelang mir erstaunlich gut, nur meine Ohren machten wieder Probleme. Auch jetzt, drei Tage später, höre ich noch nicht zu 100% und spüre einen leichten Druck. Hoffen wir, dass sich das in der Luft nicht verschilmmert und bald verschwindet. Mit Maria bin ich am Vormittag dem Hausriff entlang getaucht und am Nachmittag mit dem Boot zu einem anderen Riff gefahren. Dort konnten wir sogar bis 20 Meter tief tauchen, was ich bisher noch nie gemacht habe. Wieder an Land war ich komplett erschöpft, aber ihr hättet meine strahlenden Augen sehen sollen! Nach mehreren Schnorchelngängen alleine, ging ich gestern noch mit auf eine geführte Tour. Das aber ehrlich gesagt mehr, um mal von der Insel weg zu kommen und ich liebe es bekanntlich vorne auf einem Boot zu sitzen, mit den Wind in den Haaren und dem Salzgeschmack der Wellen auf den Lippen. Am besten noch mit guter Musik in den Ohren - was will man mehr? Übrigens war ich nicht nur einmal mit dem Boot unterwegs, sondern mehrfach. Einerseits für den halbstündigen Transfer von Malé auf Thulhagiri und zurück, welcher ganz schön holprig war. Vor allem vorher auf dem Weg zum Flughafen, als es tatsächlich einen kleinen Tropensturm gab. Andererseits für die Sonnenuntergangsfahrt, welche ich bereits angetönt hatte. Tatsächlich sahen wir springende Delfine und einen Regenbogen, das war wirklich schön! Nachdem ich mir den Bauch wieder dermassen vollgestopft habe - das Essen ist einfach zuuuu gut - lief ich dem Strand entlang. Zum Glück habe ich keine Vollpension gebucht, sonst müsste ich nun mein Leben lang nur noch Salat essen nach diesen fünf Tagen. So sind nur 5 Jahre nötig. ;) Item, am Strand war erstaunlicherweise keines der verliebten Pärchen anzutreffen. Also Ich hätte meine Begleitung definitiv dahin geschleppt. Den Sternenhimmel anzuschauen, während die Wellen sanft auf den Sand treffen, ist magisch. Die Sternschnuppen hätte ich sogar geteilt. ;) Diese fünf Tage waren definitiv meine teuersten Ferien bisher. Hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall! Die Malediven sind etwas Besonderes, was ich so noch nie gesehen habe - und ich habe schon Vieles gesehen, wie ihr wisst. Würde ich es wieder machen? Absolut! Ich hoffe ja sehr, dass es diesen wunderschönen Ort mitten im Ozean auch in einigen Jahren noch gibt und ich zurückkehren kann. Vielleicht nicht mehr auf Lovers Paradies, aber es gibt ja noch genügend andere Inseln. Ich bin sehr dankbar, dass ich mir diesen Kindheitstraum erfüllen konnte und werde das Plätschern des Meeres und die Sonne im Gesicht noch lange im Herzen tragen. Schön, dass ihr mich bei dieser Reise begleitet habt und ich meine Erfahrungen mit euch teilen konnte. Es erstaunt euch wohl nicht, dass in meinem Kopf bereits die nächsten Pläne entstehen… Wer weiss, wo es mich dann wieder hinzieht? Bis bald ihr Lieben!

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