Erkenntnisse und so
LÄNGWILIGI ZITTE ODER TIPPS GEGEN DEN CORONA-BLUES
Scheiss Corona. Und wie! Mit diesen Worten wollte ich diesen Blog beginnen (hab ich ja nun auch, gell Klugscheisser unter euch wie ich es jeweils bin) und beschreiben, wie ich
die aktuelle Situation erlebe. Und dann sah ich zufällig die hundertjährigen Worte von Lina Wisler, welche mich schmunzeln liessen. Aber lest selbst:
Scheiss Corona. Und wie! Mit diesen Worten wollte ich diesen Blog beginnen (hab ich ja nun auch, gell Klugscheisser unter euch wie ich es jeweils bin) und beschreiben, wie ich
die aktuelle Situation erlebe. Und dann sah ich zufällig die hundertjährigen Worte von Lina Wisler, welche mich schmunzeln liessen. Aber lest selbst:
Irgendwie beängstigend und spannend zugleich, wie sich die Geschichte wiederholt. Und beeindruckend humorvoll, wie sie zu dieser Zeit darüber schrieb. Denn
sie hatte damals wie heute Recht! Besonders in herausfordernden Zeiten wie diesen brauchen wir Humor. Denn sind wir mal realistisch: Stressige Arbeitstage und viele Unsicherheiten
gehören aktuell zum Alltag. Corona hier, Corona da. Es nervt. Privatleben? Haha, so ziemlich am Arsch. Soziale Kontakte pflegen oder gar neue Bekanntschaften schliessen? Schwierig.
Reisen? Praktisch unmöglich. Mir geht es aber nicht ums Jammern, sondern viel mehr um Kleinigkeiten, die den Alltag etwas aufhellen können. Denn wie bereits im Frühling sehe ich
durchaus die positiven Dinge und geniesse vermeintliche Kleinigkeiten ganz bewusst. Daran möchte ich euch teilhaben lassen, denn wer weiss, vielleicht zaubern sie auch euch
ein Lächeln aufs Gesicht? Oder lassen euch etwas Ballast abwerfen und durchatmen. Schön wärs! Und hey, nachmachen erlaubt!
Meine Top 8 gegen den Corona-Blues:
- Lauthals zur Lieblingsmusik mitsingen und tanzen. Das mit dem Singen kann ich besonders gut im Auto und die Blicke der Entgegenfahrenden sind immer wieder herrlich.
Und meine Laune bereits am frühen Morgen auf dem Höhepunkt. Let’s don’t give a shit!
- Die Natur in all ihren Facetten geniessen und auf sich wirken lassen. Bestaunt mal die wunderschönen Herbstfarben bei einem Spaziergang im Wald
und springt wie ein kleines Kind durch das raschelnde Laub. Hört ihr es auch? Freude pur!
- Den inneren Schweinehund überwinden. Also auch bei Kälte und Dunkelheit mit Stirnlampe bewaffnet raus zum Joggen. Braucht zwar Überwindung, das Gefühl danach ist
jedoch unbezahlbar! Und die nächste Bikini-Saison kommt bestimmt… Irgendwann!
- Kleine unerwartete Geschenke machen. Mein Geheimtipp: Eine Ovomaltine-Schokolade zücken, wenn jemand erschöpft oder genervt vor einem steht und mit
einem strahlenden Lächeln und den Worten „Weisch, met Ovi chasch ned besser, aber länger!“ überreichen. Glaubt mir, dann strahlt auch das Gegenüber und solche Momente sind aktuell einfach Gold
wert. Und halten länger ;)
- Mit Komplimenten um sich schmeissen. Wer hört schon nicht gerne, dass einem der neue Pulli ausgezeichnet steht oder man heute eine
besonders tolle Ausstrahlung hat. Also Leute, hört auf zu Jammern und versüsst einander den Tag nicht nur mit Schoggi ;)
- Ohne schlechtes Gewissen Zuhause einkuscheln. Wenn nicht jetzt, wann dann? Also die flauschigen Socken anziehen, ins bequeme Pyjama schlüpfen und
gemütlich unter der Kuscheldecke stundenlang netflixen. Chill de Läbe!
- Sein verstecktes Talent als Hobbykoch entdecken. Wie bereits im Frühling eignet sich auch die aktuelle Zeit für tolle Rezepte. Also ran an den Herd – gilt natürlich
auch für Männer – und los geht’s! Noch mehr Freude bereitet es, wenn bereits bekannte Speisen spontan aufgepeppt werden – seid ruhig etwas mutig, notfalls gibt es ja einen
Lieferservice. Piiiiizzaaaa!
- Die Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Dieses Gefühl finde ich immer wieder unglaublich toll, besonders nach einigen Regentagen. Also, steht in
der Mittagspause kurz raus, schliesst die Augen und spürt wie die Sonne eure Haut und euer Herz wärmt. Und geht mit einem Lächeln zurück an die Arbeit.
Die oben genannten Punkte sollen den Alltag bereichern. Um uns von negativen Gedanken zu befreien, braucht es manchmal aber mehr als einen schönen Augenblick. «Du nimmst den Ballast und
schmeisst ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck». Damit meine ich einerseits Ausmisten der längst nicht mehr gut sitzenden Jeans oder den Shirts mit den kleinen Löchern
drin. Viel wichtiger scheint es mir jedoch, dass wir unsere Gedanken wieder mal bewusst ausmisten. Uns also die Zeit nehmen, noch nicht Verarbeitetes zuzulassen. Um das möglich zu
machen, müssen wir uns fragen, welche Themen uns immer wieder beschäftigen und warum. Das schmerzt – und wie! Aber es hilft eben auch den Schmerz aus vergangenen Tagen hinter
uns zu lassen und optimistischer in die Zukunft zu schauen. Egal was es ist, nehmt euch Zeit für diese wichtige Aufräumaktion eures Innersten! Denn wann haben wir mehr Zeit als
jetzt? Und sind wir ehrlich, wir können nicht den ganzen Tag lang laut singend durch den bunt belaubten Wald laufen und Ovi-Schokolade verteilen, oder? Auch wenn
das wirklich eine herrliche Vorstellung ist :)
PS: Es geht vorbei und dann kann wieder richtig tanzet und gumpet werden, Lina Wisler würde mir bestimmt zustimmen. Aktuell gilt es jedoch vorsichtig und solidarisch zu sein. Eines werde ich
aber trotz Corona ganz bestimmt nicht – zahmen!